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LTE - Welche Vorteile bringt es Smartphone Nutzern?

LTE für Smartphones und Handys

Drei Buchstaben geistern derzeit durch das Internet und die Smartphone-Gemeinde: LTE. Mit dieser schnellen Surf-Technologie soll das Hoch- und Herunterladen von großen Dateien künftig einfacher werden. Schon jetzt sind viele Smartphone-Neuheiten mit einem LTE-Chip ausgestattet, die deutschen Netzbetreiber arbeiten daran, ihre Mobilfunkfrequenzen um LTE zu erweitern. Was das für den Nutzer bedeutet, haben wir uns einmal aus der Nähe angesehen.

Was heißt LTE?

Long Term Evolution, abgekürzt LTE, steht für die nächste Generation der Datenübertragung auf Smartphones – daher auch die zweite Abkürzung für diese Technologie, 4G, vierte Generation. Wo jetzt Netze der zweiten oder dritten Generation mit einer Geschwindigkeit von bis zu 21 Megabit pro Sekunde Up- und Download drahtlos übertragen, zum Beispiel EDGE, GPRS oder UMTS, sollen künftig LTE-Breitbandfrequenzen hinzukommen. Sie bieten eine Downloadrate von theoretisch 300 Megabit pro Sekunde, praktisch aber wohl nur 100 Megabit beim Herunterladen und 50 beim Heraufladen von Daten ins Netz. 2010 wurden die letzten Frequenzen an die Netzbetreiber versteigert: die Telekom, Vodafone und O2. E-Plus hat keine der 800-Megahertz-Frequenzen ersteigert, testet allerdings derzeit noch LTE und will nach eigenen Angaben abwarten, bis die Technologie ausgereift ist.

Kurz zusammengefasst: Smartphones mit LTE-Antrieb können schneller Daten senden und empfangen als herkömmliche. Doch es gibt weitere Vorteile, die wir später noch betrachten.

Auf was muss ich achten?

Zunächst muss das Endgerät, also das Smartphone, LTE-kompatibel sein. Diese gibt es in verschiedenen Preissegmenten, vom Einsteiger-Smartphone bis zum High-End-Flaggschiff neuester Generation. Viel wichtiger aber ist derzeit, welchen Vertrag der Nutzer hat. Wer mit einem bestehenden Mobilfunkvertrag oder einer Prepaid-Karte und einem LTE-Smartphone schneller surfen will, schaut meistens in die Röhre: Die meisten Mobilfunkanbieter verlangen einen Aufpreis für die volle LTE-Nutzung. Die ist noch nicht automatisch in alten Verträgen inbegriffen, obwohl sich einige Smartphone-Modelle unabhängig davon bereits automatisch ins LTE-Netz einbuchen, ohne die volle mögliche Geschwindigkeit auszureizen. Außerdem ist das Datenvolumen ein entscheidendes Kriterium, also die Datenmenge, nach der die Geschwindigkeit der Übertragung auf UMTS-Niveau oder sogar niedriger gedrosselt wird.

Deutliche Unterschiede ergeben sich beim LTE-Netz auch in der Wahl des Standortes, sprich wo sich der Nutzer mit seinem LTE-Smartphone gerade befindet. Ein Großteil von Deutschland ist derzeit schon an das schnelle Breitband-Funknetz angeschlossen. Wann sich das Smartphone wo in das LTE-Netz einbucht – und ob überhaupt –, kann derzeit noch nicht mit hundertprozentiger Sicherheit gesagt werden. Denn noch gibt es keinen einheitlichen technischen Standard für diese Vorgänge. So kann es passieren, dass trotz theoretischer Netzabdeckung mit LTE das Smartphone sich noch in andere, langsamere Netze einwählt. Zudem gibt es immer noch große Lücken in der Abdeckung – wohl ein Grund, warum die Netzbetreiber derzeit noch nicht gerne über die genauen Netzabdeckungspläne ihrer Breitbank-Funknetze sprechen möchten.

Kurz zusammengefasst: Smartphone-Modell, Vertrag und eine ausreichende Ausbaustufe von Netz und LTE-Einbuchungstechnik sind die vier Bedingungen, unter denen derzeit Surfen mit schnellem LTE in Deutschland möglich ist.

Was kann LTE für mich tun?

Mit einer schnellen LTE-Verbindung können große Datenmengen, vor allem Multimedia-Daten wie Radioprogramme und Streams, Handy-TV, Filme oder Präsentationen schneller vom Mobilfunknetz zum Smartphone und umgekehrt gesendet werden. Internetseiten bauen sich schneller auf, weil anders als bei 3G die Verbindung zur Internetseite nicht gekappt wird, nachdem sie sich aufgebaut hat.

Bei Reisen, etwa mit der Bahn, gab es bei den Vorgängern von LTE oft einige Probleme: Wenn das Smartphone schnell von einem Sendebereich eines Netzes, der Mobilfunkzelle, in den nächsten wechselte, brauchte es seine Zeit, damit sich das Gerät mit den Informationen auf seiner SIM-Karte in die nächste Zelle einbuchen und damit den mobilen Datenverkehr aufrechterhalten konnte. Mit LTE geht das nun wesentlich zügiger, versprechen die Netzbetreiber. Auch geringerer Stromverbrauch spricht dafür: 3G-Technologien wie UMTS verbrauchten mehr Akkustrom des Smartphones als LTE.

Beim Ersteigern der Frequenzen haben sich die Anbieter außerdem verpflichtet, die weißen Flecken auf der deutschen Datenlandkarte mit LTE zu versorgen. In Zukunft bedeutet dies, dass Verbindungsabbrüche in Funklöchern mehr und mehr der Vergangenheit angehören. Die hohe Flexibilität von LTE ermöglicht es auch, Netze in Zukunft leichter auszubauen. Doch auch in Gegenden, in denen nach wie vor UMTS-Technologie oder gar GPRS zum Einsatz kommt wird ein LTE-Smartphone einwandfrei funktionieren – die Technik ist kompatibel mit den älteren Netzen.

Kurz zusammengefasst:

  • schnelles Hoch- und Herunterladen von großen Daten wie z.B. Filme oder Präsentationen
  • schneller Aufbau von Internetseiten
  • schnelleres „Handover“ beim Übergang von einer Mobilfunkzelle in die nächste
  • geringerer Stromverbrauch
  • künftig größere Netzabdeckung mit weniger Funklöchern
  • kompatibel mit allen vorhergehenden Technologien wie z.B. GPRS, LTE-Smartphones funktionieren auch in alten Netzen


Ist ein LTE-Smartphone schon heute für mich sinnvoll?

Ja, aber nur unter bestimmten Umständen. Stadtbewohner, die viel mobil surfen, Filme sehen oder große Dateien per Smartphone versenden und empfangen, könnten mit LTE eher auf ihre Kosten kommen. Das gleiche gilt für Nutzer auf dem Lande in den Gegenden, die bereits mit dem neuen 4G-Standard versorgt sind. Das sind derzeit allerdings noch nicht viele. Vor allem in Ballungsräumen wie Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Frankfurt oder München dürfte die Netzabdeckung von LTE mittlerweile ausreichend sein. Auf dem Lande gibt es sicherlich noch Lücken, die aufzudecken jedoch schwierig ist, da die Netzbetreiber öffentliche Auskünfte darüber scheuen.

Kurz zusammengefasst: Vielsurfer in Ballungsgebieten können derzeit am meisten mit einem LTE-Smartphone anstellen – vorher über die Netzabdeckung informieren ist jedoch Pflicht.

 

Bildquelle: Wegweiser mit Schneckentempo und Highspeed © m.schuckart - Fotolia.com
 

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